
Vielleicht hast du schon verschiedene Gin-Sorten probiert: jede mit besonderen pflanzlichen Produkten, serviert mit verschiedenen Zutaten und begleitet von einer grossen Auswahl an Tonic Waters. Aber... weisst du wie Gin hergestellt wird? Wenn nicht, werden wir es dir gerne sagen.
Was ist Gin?
Bevor wir erklären, wie Gin hergestellt wird, ist es wichtig zu verstehen, was Gin wirklich ist. Trotz der Komplexität seiner Aromen und der Fülle an Duftnoten ist seine Zusammensetzung überraschend einfach. Gin entsteht aus einer neutralen Alkoholbasis, einem Getreidefermentat, das aus Gerste oder Weizen hergestellt wird. Diese Basis wird dann mit einer Auswahl an Botanicals angereichert: Wurzeln, Samen, Gewürze, Kräuter und Früchte, die zur Erzeugung des gewünschten Aromaprofils infundiert werden. Damit ein Getränk als Gin bezeichnet werden kann, muss es jedoch zwingend Wacholder unter den Botanicals enthalten.
Die Kombinationsmöglichkeiten botanischer Inhaltsstoffe sind praktisch unbegrenzt, wobei jede einzelne Kombination einen einzigartigen und besonderen Geschmack verleiht. Amuertehat sich mit seiner innovativen Vision entschlossen, mit den ungewöhnlichsten Pflanzenstoffen zu experimentieren, wie zum Beispiel Kokablättern!
Wie wird Gin hergestellt?
Nach der Auswahl des Basisalkohols und der pflanzlichen Zutaten ist der nächste Schritt die Wahl des Herstellungsverfahrens. Gin kann mit verschiedenen Techniken hergestellt werden, von denen jede dem Destillat einzigartige Eigenschaften verleiht. Im Folgenden findest du einen Überblick über die vier gängigsten Herstellungsverfahren: Destillation, Infusion, Mazeration und Compound Gin.
- Die Destillation ist die traditionellste und verbreitetste Methode zur Herstellung von Gin. Ausgangspunkt ist eine neutrale Alkoholbasis, die zusammen mit den Botanicals in einer Destillierkolben erhitzt wird. Während des Erhitzens verdampft der Alkohol und reichert sich mit den Aromen der Botanicals an, um anschließend kondensiert und aufgefangen zu werden. Das Ergebnis ist ein komplexes und geschmacksintensives Destillat.
- DieInfusion unterscheidet sich von der traditionellen Destillation durch die Art und Weise, wie die pflanzlichen Stoffe behandelt werden. Anstatt direkt in den Alkohol getaucht zu werden, werden die Pflanzen in einen Korb gelegt, der im Hals der Brennblase hängt. Wenn der Alkohol verdampft, fließt er durch den Korb und entzieht den Pflanzen durch die Dämpfe sanft ihre Aromen. Dieses Verfahren ergibt einen Gin mit feineren und subtileren Aromen als die direkte Destillation.
- Bei der Mazeration werden die Botanicals für einen Zeitraum von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen in die neutrale Alkoholbasis getaucht. Während dieser Zeit extrahiert der Alkohol die Aromen aus den Botanicals. Nach Abschluss der Mazeration wird die Flüssigkeit destilliert. Mit dieser Methode erhält man einen Gin mit einem intensiveren und komplexeren Aromaprofil.
- Der Compound Gin oder Kaltgin ist die einfachste und schnellste Methode zur Herstellung von Gin. Anstatt das Produkt zu destillieren, werden die Botanicals direkt in die neutrale Alkoholbasis ohne weitere Destillation eingearbeitet oder gemischt. Dieser Prozess kann kalt erfolgen, indem man die Botanicals einfach so lange mit dem Alkohol in Kontakt lässt, bis sie ihre Aromen abgeben. Compound Gin hat in der Regel ein weniger komplexes und direkteres Aromaprofil als destillierter Gin, bietet jedoch große Flexibilität bei der Auswahl und Menge der verwendeten Botanicals.

Jeder Gin erzählt eine andere Geschichte, geprägt von einzigartigen Zutaten und geschickten Händen, die sie verarbeiten. Von traditionellen Methoden bis hin zu modernsten Techniken ist die Welt des Gins reich an kreativen Möglichkeiten. Amuerte zeigt mit seiner innovativen Vision, wie das Experimentieren mit ausgefallenen pflanzlichen Zutaten zu überraschenden und faszinierenden Ergebnissen führen kann. Jetzt, da du die Grundlagen der Gin-Herstellung erkundet hast, bleibt dir nur noch, dieses außergewöhnliche Destillat mit grösserem Bewusstsein und Neugierde zu geniessen, indem du jedes Mal neue Nuancen und Aromaprofile entdeckst.
Viel Spass bei der Verkostung!
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